Die Initiative fordert, dass nur noch Betriebe Subventionen erhalten, die einen Tierbestand halten, der sich nach dem auf dem Betrieb produzierten Futter richtet.

(Weiterhin sollen und können Betriebe regional untereinander Futtermittel und Hofdünger austauschen bzw. gemeinsam nutzen sowie Betriebsgemeinschaften und Betriebszweiggemeinschaften bilden.)

In der Schweiz wird in vielen Re­gio­nen massiv mehr Gülle und Mist pro­du­ziert, als unsere Landwirt­schafts­flächen auf­neh­men können. Grund dafür sind die stark über­höhten Nutz­tier­bestände, deren Haltung nur durch enorme Futtermittelmengen, welche die Schweizer Landwirtschaft aus dem Ausland importiert, überhaupt erst ermöglicht wird. Seit 1996 ist die Einfuhr von 263’000 Tonnen auf über 1.1 Millionen Tonnen gestiegen.

Um diese Mengen an Futtergetreide, Futtersoja etc. zu produzieren, braucht die Schweiz heute im Ausland Ackerflächen, die ebenso gross sind wie unsere Ackerflächen im Inland. Unsere Landwirtschaft degeneriert so immer mehr zu einer bodenunabhängigen industriellen Tierproduktion. Aus diesem Importfutter entstehen hohe Gülleüberschüsse, die unser Trinkwasser zunehmend gefährden.  Ammoniak, Nitrat, Phosphate, Antibiotika und andere proble­ma­tische Stoffe, die im Dünger vor­han­den sind, gelangen in die Böden und in die Gewässer und damit auch in unser Trinkwasser.

Durch diese intensive Tierhaltung entsteht das besonders problematische Umweltgift Ammoniak, das einerseits zu Versauerung und Überdüngung von Gewässern, Mooren und Wäldern führt und andererseits die menschlichen Lungen belastet.

Die Schweiz verursacht nach Holland die höchsten Ammoniakemissionen Europas und verletzt dadurch  das Schweizer Umweltschutzrecht und internationale Vereinbarungen. 95% der gesamtschweizerischen Ammoniakemissionen stammen aus der Landwirtschaft. Der Anteil der Tierhaltung daran beträgt 90%.

1/3 der atmosphärischen Stickstoff-Einträge in der Schweiz stammt aus Verkehr, Industrie und Haushalten. 2/3 dieser Einträge stammen von Ammoniak-Emissionen. Die Stickstoffüberschüsse führen bei vielen Grundwasservorkommen zu erhöhten Nitratkonzentrationen.

Je höher der Nitratwert, desto höher das Darmkrebsrisiko. Nitrat ist natürlicherweise nur in geringen Konzentrationen im Grundwasser vorhanden. Deutlich erhöhte Konzentrationen von über 25 mg/l Nitrat treten landesweit an bis mehr als 15% der beprobten Messstellen auf. In überwiegend ackerbaulich genutzten Gebieten liegen die Konzentrationen an bis zu 60% der Messstellen über diesem Wert.

Aufgrund der Belastungen durch zu viel Gülle müssen seit  Jahrzehnten  der Baldegger-Hallwiler-, Sempacher- und Greifensee künstlich belüftet werden.

Argumentarium

Quellen:
Umweltschützer nehmen Gülle ins Visier
Hohe Tierdichte: Ammoniak-Emissionen belasten Umwelt massiv
Bauernverband fordert Stopp – Kein Palmöl mehr für Schweizer Milchkühe
Zu viel Dünger im Trinkwasser
Mythos Ernährungssicherheit
Gigantische Umverteilung von Gülle und Mist
Folgeprobleme des hohen Tierbestandes
Gewässerschutz: Wohin mit all der Gülle?
Seebelüftung wegen Überdüngung
BAFU – Umwelt 3/16 Landwirtschaft

Mit Ihrem Betrag – GROSSES bewirken.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!