Die Initiative fordert, dass nur noch Betriebe Subventionen erhalten, die einen Tierbestand halten, der sich nach dem auf dem Betrieb produzierten Futter richtet.

In der Schweiz wird in vielen Re­gio­nen massiv mehr Gülle und Mist pro­du­ziert, als unsere Landwirt­schafts­flächen auf­neh­men können. Grund dafür sind die stark über­höhten Nutz­tier­bestände, deren Haltung nur durch enorme Futtermittelmengen, welche die Schweizer Landwirtschaft aus dem Ausland importiert, überhaupt erst ermöglicht wird. Über eine Million Tonnen sind es pro Jahr, und es werden laufend mehr. Um diese Mengen an Futtergetreide, Futtersoja etc. zu produzieren, braucht die Schweiz heute im Ausland Ackerflächen, die ebenso gross sind wie unsere Ackerflächen im Inland.

Unsere Landwirtschaft degeneriert so immer mehr zu einer bodenunabhängigen industriellen Tierproduktion. Aus diesem Importfutter entstehen hohe Gülleüberschüsse, die unser Trinkwasser zunehmend gefährden. Nitrat, Nitrit, Ammoniak, Phosphate, Cad­mium, Uran, Antibiotika und andere proble­ma­tische Stoffe, die im Dünger vor­han­den sind, gelangen in die Böden und in die Gewässer und damit auch in unser Trinkwasser.

Besonders problematisch ist das Umweltgift Ammoniak. Europaweit emittiert die Schweiz nach Holland flächenbezogen am meisten Ammoniak, eine direkte Folge der enormen Futtermittelimporte und der zunehmenden bodenunabhängigen Tierhaltung.

95% der gesamtschweizerischen Ammoniakemissionen stammen aus der Landwirtschaft. Der Anteil der Tierhaltung daran beträgt 90%. Ammoniak schädigt empfindliche Ökosysteme und Gewässer in hohem Masse. Seit Jahren werden dadurch das Schweizer Umweltschutzgesetz und internationale Vereinbarungen verletzt.

Unterschriftenbogen
Argumentarium

Flyer

Quellen:
Gigantische Umverteilung von Gülle und Mist
Folgeprobleme des hohen Tierbestandes