Die Initiative fordert, dass nur noch Betriebe Subventionen erhalten, die pestizidfrei produzieren.

In kaum einem anderen Land versprüht die Landwirtschaft so viele Pflanzenschutzmittel wie bei uns in der Schweiz. Über 2000 Tonnen sind es pro Jahr. Die Wirksamkeit und damit auch Giftigkeit der Stoffe nimmt dabei laufend zu. Das Ziel des Bundes, den Einsatz der Pflanzenschutzmittel auf 1500 Tonnen zu reduzieren, wird seit vielen Jahren verfehlt und eine Besserung ist nicht in Sicht. 85-90% der Pestizide werden von der Landwirtschaft versprüht, der Rest im Verkehrs- und Siedlungs­bereich. Ein beachtlicher Teil der aus­ge­brach­ten Pestizide gelangt ins Wasser. Auf dem Weg dorthin töten die Giftstoffe nicht nur Schäd­linge, sondern auch nützliche Kleinstlebewesen, sowie die Bienen und Pflanzen, die für die Bodenqualität, die Bio­diversität und die Umwelt von grosser Bedeutung sind. Unsere Wasserqualität hängt direkt von intakten und belebten Böden ab, die als wirksamste Filter für unser Trinkwasser dienen.

In vielen Gewässern und selbst in Grundwasserfassungen – 80% unseres Trinkwassers stammt aus dem Grundwasser – werden die gesetzlichen Grenzwerte für Pestizide seit Jahren regelmässig überschritten. Dabei wurde ein Pestizidcocktail von über 100 Stoffen festgestellt.

Unterschriftenbogen

Quellen:

Zu viele Pestizide im Schweizer Trinkwasser
Anhaltend hohe Pestizidbelastung in kleinen Bächen
Pflanzenschutzmittel im Grundwasser
Über 100 Pestizide in Fliessgewässern
Wasserverbund Bern schliesst Quellen
Pestizid-Cocktail im Bach
Bienensterben Forscher finden deutliche Worte
Pestizide: Schweizer Bauern übertreiben es
Pestizid-Cocktail in Schweizer Äpfeln
Glyphosat – Bund belohnt spritzen mit Subventionen