Antibiotikaresistente Bakterien

Antibiotika sind Heilmittel und sollen nur noch als solche eingesetzt werden.

Wieviel Tierwohl steckt in prophylaktischen Antibiotika-Gaben?
Keine Subventionen für den Pestizid- und prophylaktischen Antibiotika-Einsatz!

Antibiotika sind Heilmittel. Der übermässige prophylaktische Einsatz in der Tierhaltung verschärft das Problem der antibiotikaresistenten Bakterien.

Die Initiative fordert, dass Landwirtschaftsbetriebe, die Antibiotika in der Tierhaltung prophylaktisch einsetzen oder deren Produktionssystem einen regelmässigen Einsatz von Antibiotika nötig macht, von den Direktzahlungen ausgeschlossen werden.

Die immer mehr auf Hochleistung getrimmte Fleisch- und Milch­­produktion der Schweizer Landwirtschaft fordert einen hohen Preis. Heute werden in der Schweiz pro Jahr rund 32 Tonnen Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt und das vor allem vorsorglich, damit die geschwächten, überzüchteten Tiere nicht krank wer­den. Die in der Tierhaltung eingesetzten Antibiotika gelangen zu einem grossen Teil via Gülle und Mist auf die Felder und von dort auch in den Was­ser­kreislauf.

Durch den übermässigen Einsatz von Antibiotika haben sich antibiotika­resistente Bakterien gebildet, die von der Eidgenössischen Fach­kommis­sion für biologische Sicherheit schon 2014 zur „grössten Bedrohung für die Gesundheit der Bevölkerung in der Schweiz“ erklärt wurden. Dabei handelt es sich um eine Mehrfach-Bedrohung, denn diese antibiotikaresistenten Bakterien können sich über Gewässer, aber auch über die Nahrung, das Trinkwasser und sogar über die Luft verbreiten.

Foto: Klaus Petrus

Trotzdem dürfen Antibiotika in der Tierhaltung weiterhin prophylaktisch eingesetzt werden. Mit der Teilrevision der Tierarzneimittelverordnung (TAMV) vom 1. April 2016 wurde leider nur eine Einschränkung der Abgabe von Antibiotika auf Vorrat eingeführt – jedoch kein Verbot – wenn diese zur Prophylaxe eingesetzt werden.

Diese Tatsachen sollten uns Warnung genug sein, sofort zu handeln und die Tierhaltung anzupassen. Dass die Tierhaltung ohne regelmässigen und prophylaktischen Einsatz von Antibiotika funktioniert, ist bekannt, wird bereits praktiziert und muss zur Norm werden – zum Wohle von Mensch und Tier.

Argumentarium

Quellen:
Multiresistente Gene verbreiten sich auch über die Luft
Bund lanciert Millionen-Kampagne gegen Killerkeime
Branchenorganisation Milch: Antibiotika sorgt für Diskussionen
Wie viel Antibiotika braucht die Landwirtschaft?
RESISTENTE BAKTERIEN AUCH IM TRINKWASSER
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Multiresistente Keime aus der Tierhaltung_Dr.iur. etdipl. chem. Hans Maurer
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Der unsichtbare Feind
Antibiotikaresistenzen „Grösste Bedrohung für die Gesundheit in der Schweiz“_15.12.2014