Nachrichten

Presseberichte zur Initiative hier

Wir zahlen den Bauern Milliarden, sie vergiften unsere Böden

22. Juni 2019: Die Wertschöpfung der Bauern ist minimal, wenn man die Summen berücksichtigt, mit denen Steuerzahler und Konsumenten sie subventionieren. Unter Einbezug der ökologischen Folgen ist die Landwirtschaft sogar ein Minusgeschäft.
Zum Beitrag: NZZ – Kurzkommentar

Bauern in der Giftfalle: Wie sich die Schweiz von Pestiziden abhängig machte

22. Juni 2019: Es ist im Boden, im Essen, im Wasser – zu lange haben die Behörden das Pestizid-Problem vernachlässigt. Jetzt tobt ein Kampf um Gut und Böse. Doch ist eine Landwirtschaft ohne Chemie überhaupt möglich?
Zum Beitrag: NZZ am Sonntag

Gift auf unseren Tellern?

21. Juni 2019: Viele Schweizer Bauern verwenden Pflanzenschutzmittel auf ihren Feldern. Ist das nötig, weil die Produktion von Schweizer Fleisch und Gemüse sonst nicht möglich wäre? Oder haben wir zu viele Pestizide in unseren Lebensmitteln und in unserem Trinkwasser – und müssen dringend Gegensteuer geben?
Zum Beitrag: SRF – Arena

Harsche Kritik – Bund lässt Zulassungsbehörde für Pestizide durchleuchten

21. Juni 2019: Kantonschemiker und Umweltorganisationen werfen dem Bundesamt für Landwirtschaft Intransparenz und Abhängigkeit vor.
Zum Beitrag: SRF – 10 vor 10

Jungfreisinnige kämpfen bei Pestizidfrage mit Linken gegen FDP

21. Juni 2019: Verbote passen den Freisinnigen nicht in den Kram. Doch bei den Jungfreisinnigen geniesst die Pestizidverbot- und die Trinkwasserinitiative Sympathien.
Zum Beitrag: nau

Der Bauernverband setzt sich bei Trinkwasserinitiative durch

20. Juni 2019: Der Nationalrat lehnt die beiden Pestizidinitiativen ab. Auch ein Gegenvorschlag bleibt chancenlos – weil sich FDP-Chefin Petra Gössi in ihrer Fraktion nicht durchsetzen konnte.
Zum Beitrag: Tagesanzeiger

Nationalrat lehnt Trinkwasser- und Pestizidverbots-Initiative ab

20. Juni 2019: Im Nationalrat herrscht weitgehende Einigkeit, dass die Schweizer Bauern den Pestizid- und Antibiotikaverbrauch reduzieren müssen. Umstritten ist, wie das geschehen soll.
Zum Beitrag: Blick

Nationalrat lehnt Trinkwasserinitiative ab

20. Juni 2019: Nach einer achteinhalbstündigen Debatte lehnt der Nationalrat die Trinkwasserinitiative mit 130 zu 58 und 5 Enthaltungen ab.
Zur Debatte / Abstimmungen: Nationalrat

Krebserregendes Pestizid im Schweizer Trinkwasser

19. Juni 2019: Chlorothalonil wird hierzulande nach wie vor eingesetzt, obwohl dem Pestizid in der EU die Zulassung entzogen wurde.
Zum Beitrag: 10 vor 10

Es wird zunehmend schwieriger, sauberes Trinkwasser zu gewinnen

19. Juni 2019: Ohne Gegenvorschlag bleibe die Trinkwasserinitiative die einzige politische Option zur Stärkung des Trinkwasserschutzes, sagt André Olschewski, Vizedirektor des Verbands der Gas- und Wasserversorger. Zu den Mitgliedern des Verbands gehören die Wasserversorger der Gemeinden.
Zum Interview: NZZ

Worauf wartet Bern eigentlich?

19. Juni 2019: Die Schweiz hat ein Problem mit Pestiziden, das gibt sogar der Bauernpräsident zu. Zugeständnisse macht er trotzdem nicht – nur Versprechen für die Zukunft. Dass die Bauern diese einlösen werden, ist eine schöne Vorstellung. Leider auch eine naive.
Zum Beitrag: NZZ – Kommentar

Nur SP und Grüne wollen Trinkwasserinitiative annehmen

19. Juni 2019: Zwei Landwirtschaftsinitiativen haben im Nationalrat für eine hitzige Debatte gesorgt. Der Ausgang am Donnerstag ist jedoch absehbar.
Zum Beitrag: Tagesanzeiger

Im Schweizer Obst und Gemüse sind mehr Pestizide als erwartet

19. Juni 2019: Zwei Volksinitiativen nehmen die Schweizer Bauern und Pflanzenschutzmittel ins Visier. Die wichtigsten Fragen dazu.
Zum Beitrag: Tagesanzeiger / Datenquelle: Kantonales Labor Zürich (KLZH)

Die Jungfreisinnigen stellen sich in der Pestizidfrage gegen die FDP

17. Juni 2019: Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln berge Risiken für die Jungen, schreiben mehrere bürgerliche Jungparteien in einem Brief an die Nationalräte. Sie rufen ihre Mutterparteien dazu auf, einen Gegenvorschlag zu den Pestizid-Initiativen zu unterstützen.
Zum Beitrag: NZZ

Das BLW lügt! Ökologischer Leistungsnachweis: Nährstoffe

16. Juni 2019: Der Ökologische Leistungsnachweis (ÖLN) ist bei Nährstoffen überhaupt nicht schärfer als das Umweltrecht. Betriebe, welche aus dem ÖLN aussteigen, können nicht wesentlich intensivieren, denn sonst verstossen sie gegen die Umweltschutzgesetzgebung.
Zum Beitrag: Heidis Mist

Bauernchef Ritter spielt mit maximalem Einsatz

16. Juni 2019: Bauern und Industrievertreter demonstrieren Härte gegenüber den Pestizidgegnern. Eine äusserst gefährliche Strategie.
Zum Beitrag: Tagesanzeiger

Hier taugt die EU nicht als Vorbild

16. Juni 2019: Im Kampf gegen Pestizide setzt der Bund auf einen Aktionsplan – ein Instrument, das auch die EU-Staaten anwenden, jedoch nur halbbatzig. Für die Schweiz vermeldet der Bund erste Erfolge.
Zum Beitrag: Tagesanzeiger

Schluss mit dem agrarpolitischen Schlendrian

15. Juni 2019: Die Schweizer Landwirtschaft verfehlt Jahr für Jahr sehenden Auges ihre ökologischen Verfassungsziele. Bisher wurde das mehr oder weniger hingenommen. Doch jetzt zeigen die vielen agrarpolitischen Initiativen, dass die Bevölkerung die Nase voll hat vom agrarpolitischen Schlendrian.
Zum Beitrag: NZZ – Kolumne

Umstrittene Agroscope-Studie zur Trinkwasserinitiative provoziert selbst in der Bundesverwaltung Kritik

14. Juni 2019: Mittels achtzehn Szenarien untersucht die Studie die Auswirkungen der Initiative auf die Landwirtschaft. Gegen zentrale Annahmen der Untersuchung gibt es selbst innerhalb der Bundesverwaltung Kritik. Und Verbände monieren, sie seien gegenüber dem Bauernverband benachteiligt worden.
Zum Beitrag: NZZ

Neues Gift im Streit um die Pestizide

13. Juni 2019: Eine Studie des Bundes zeigt mögliche Folgen der Trinkwasserinitiative. Sie stösst auf Kritik, auch beim Bund selbst.
Zum Beitrag: Tagesanzeiger

Agroscope-Studie: Trinkwasserinitiative kann wirtschaftliche wie ökologische Probleme der Schweizer Landwirtschaft lösen

13. Juni 2019: Die offizielle Agrarpolitik verspricht seit 20 Jahren eine nachhaltige Landwirtschaft. Bis heute hat sie dieses Versprechen nicht eingelöst, im Gegenteil, ein Grossteil der staatlichen Subventionen schwächt eine nachhaltige Produktion. Eine Studie der Agroscope zeigt nun, dass ein Ja zur Trinkwasserinitiative den Bund zwingen würde, endlich die Steuergelder für eine nachhaltige Landwirtschaft statt für Umweltzerstörung und Gewässerverschmutzung einzusetzen.
Zur Medienmitteilung

Giftstoffe in Gewässern – Das Leiden der Fische: Das sind die problematischsten Pestizide

11. Juni 2019: Die offiziellen Zahlen der Schweizer Fischfang-Statistik sind beunruhigend: Die Fänge in Fliessgewässern (Flüsse und Bäche, ohne Seen) sind seit dem Jahr 2000 um ein Drittel zurückgegangen. Eine grosse Rolle im Zusammenhang mit dem rückläufigen Fischbestand könnten Pestizide aus der Landwirtschaft spielen.
Zum Beitrag: SRF

Honigbienen leiden unter Kombination von Insektengift und Milben

4. Juni 2019: Eine Studie belegt, wie gefährlich die Kombination von Insektengift und Milben für Bienen sind. Einfache Lösungen wären aber möglich.
Zum Beitrag: Nau.ch

Pflanzenschutzmittel können viel weiter fliegen als gedacht – und sie vermischen sich in der Luft zu einem toxischen Cocktail, dessen Gefährlichkeit niemand einschätzen kann

30. Mai 2019: Bis anhin hielt man die Verfrachtung von Pestiziden über die Luft für ein kleinräumiges Problem. Doch immer mehr zeigt sich, dass ein Teil der Wirkstoffe über Kilometer in der Luft verdriftet werden kann.
Zum Beitrag: NZZ

Freisinnige kämpfen mit grüner Allianz gegen Pestizide

25. Mai 2019: Sind die beiden Pestizid-Initiativen zu radikal? SP, GLP und Grüne drängen auf einen Gegenvorschlag. Nun können sie auf eine Überraschung im Nationalrat hoffen – dank der FDP.
Zum Beitrag: Tagesanzeiger

Initianten fordern den Bundesrat auf, die freie Willensbildung der Stimmberechtigten zu gewährleisten

22. Mai 2019: Ein Rechtsgutachten zeigt: Insgesamt gibt der Bundesrat die Tragweite der Trinkwasserinitiative in wichtigen Aspekten falsch wieder.
Zur Medienmitteilung

Schwindet die biologische Vielfalt, hat der Mensch ein Problem

21. Mai 2019: Der neue Weltbiodiversitätsbericht macht klar: Wenn sich unser Umgang mit der Natur nicht ändert, werden auch wir zu den Leidtragenden gehören. Erste Auswirkungen zeigen sich schon jetzt.
Zum Beitrag: NZZ – Kommentar

Keine Spielchen, bitte!

20. Mai 2019: Ohne Gegenvorschlag zu den Pestizid-Initiativen kann das Stimmvolk nicht sauber entscheiden. Volksinitiativen sind ein Hilfeschrei aus der Bevölkerung: Die Politik unternimmt zu wenig, um ein Problem zu lösen. Nicht anders ist das bei zwei aktuellen Volksbegehren, die sich gegen den Einsatz von Pestiziden richten.
Zum Beitrag: Tagesanzeiger

Pestizidverbrauch in der Kritik

18. Mai 2019: Die Bauern sind alarmiert, Agrarchemiekonzerne ebenso: Gleich zwei Volksinitiativen wollen den Pestizidverbrauch in der Schweiz drastisch senken. Rückenwind bekommen die Initianten nun vom Uno-Sonderberichterstatter für Menschenrechte und gefährliche Substanzen, Baskut Tuncak.
Zum Beitrag: Echo der Zeit

Bevölkerungsumfrage bestätigt: Pestizide sind so unbeliebt wie noch nie

18. Mai 2019: Gemäss Forschungsinstituts gfs-zürich dürfen laut der grossen Mehrheit der Befragten Schweizerinnen und Schweizer Gewässer und Trinkwasser keine Rückstände von Pestiziden enthalten. Zudem sollen Subventionen für über die Hälfte der Befragten nur noch an Landwirte ausbezahlt werden, die keine Pestizide einsetzen.
Zur Medienmitteilung: WWF

WAK-N empfiehlt die Trinkwasser-Initiative zur Ablehnung

17. Mai 2019: Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates hat eingehend über die Trinkwasser-Initiative diskutiert. Sie empfiehlt die Trinkwasser-Initiative mit 18 zu 7 ohne Gegenentwurf zur Ablehnung.
Zur Medienmittelung: WAK-N

Verschiedene Meinungen zur Trinkwasserinitiative

16. Mai 2019: TeleBielingue

Die Trauben und der Tot – Das Gift auf den Reben

10. Mai 2019: In der Region um Bordeaux liegt das wohl bekannteste Weinbaugebiet der Welt: das Bordelais. Eine Flasche mit dieser Herkunft kann mehrere Täusend Euro kosten. Doch das Bordelais muss um seinen guten Ruf kämpfen: Nun machen zwei einheimische Frauen öffentlich, dass Winzer dort sehr viele Pestizide spritzen – und Menschen davon schwer krank werden.
Zum Bericht: Süddeutsche Zeitung Magazin

Haaranalyse: Diese Schadstoffe finden sich im Körper

9. Mai 2019: Mit einer Haaranalyse kann nachgewiesen werden, welche Schadstoffe der Körper aufgenommen hat. Eine Stichprobe bei 20 Schweizern zeigt: Schon Kleinkinder sind mit Schadstoffcocktails belastet.
Zum Beitrag: 20min

Bauern ignorieren Warnung der Experten

7. Mai 2019: Aus einer neuen Studie zur Trinkwasserinitiative zieht der Bauernverband umstrittene Schlüsse. Es gibt heftige Kritik.
Zum Beitrag: Tagesanzeiger

Agrarfilz, Fake-News und ein brisantes Gutachten: Der Kampf um die Trinkwasser-Initiative hat schon begonnen

7. Mai 2019: Die Initiative für sauberes Trinkwasser kommt erst 2020 an die Urne, aber schon heute drehen Gegner und Befürworter im roten Bereich. Protokoll eines Kampagnentages zwölf Monate vor der Abstimmung.
Zum Beitrag: NZZ

SBV-Studie – Ängste schüren statt an Lösungen zu arbeiten

7. Mai 2019: Die vom Schweizerischen Bauernverband (SBV) in Auftrag gegebene Studie zu den Auswirkungen der Trinkwasserinitiative für die Landwirtschaft geht von falschen Annahmen aus. Der Initiativtext wird viel zu rigid und damit unrealistisch ausgelegt.
Dass die Umsetzung der Trinkwasserinitiative möglich ist und so die gravierenden Umweltprobleme der Schweizer Landwirtschaft effektiv angegangen und beseitigt werden können, belegt ein vom Verband der Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) und dem Schweizerischen Fischerei-Verband (SFV) veröffentlichtes Gutachten.
Zur Medienmitteilung

Falschinformationen von Bundesrat und Hochschule

7. Mai 2019: Ein heute publiziertes Rechtsgutachten ist brisant. Es kommt zum Schluss, dass der Bundesrat in seiner Botschaft zur Trinkwasserinitiative (TWI) tendenziös und fehlerhaft Stellung bezogen habe, zum Nachteil der Initiative. Die Fehlinformationen ziehen bereits weitere Kreise. Die landwirtschaftliche Fachhochschule HAFL publizierte heute für die Anti-TWI-Kampagne des Bauernverbandes eine Studie, die auf den Fehlinterpretationen des Bundesrates aufbaut. Ein stossendes Beispiel dafür, wie sich Bundesbehörden und Wissenschaft von der Agrarlobby für eine Gängelung des Stimmbürgers einspannen lassen.
Zum Newsletter: Vision Landwirtschaft

Die gefährlichsten Pestizide sollen mit Gegenvorschlag verboten werden

7. Mai 2019: Gleich zwei Volksinitiativen sehen die Bauern als Treiber des Artensterbens. Ein Teil ihrer Anliegen erhält nun Aufwind. Die Publikation des ersten Berichts des Weltbiodiversitätsrates fällt in eine wichtige Phase: Zwei Volksinitiativen, welche die Biodiversität schützen wollen, stehen auf der Agenda der Bundespolitik.
Zum Beitrag: Tagesanzeiger

Biodiversität: Der Mensch macht der Natur den Garaus

6. Mai 2019: Der erste globale Bericht des Weltbiodiversitätsrats zeichnet ein finsteres Bild vom Zustand der biologischen Vielfalt auf der Erde: Es geht abwärts, und das immer schneller.
Zum Beitrag: NZZ

Artensterben – «Die Schweiz ist am stärksten betroffen»

6. Mai 2019: Nach dem schockierenden UNO-Bericht zum Artensterben fällt der Blick auch auf die Schweiz. In keinem Land sei der Anteil bedrohter Arten höher, so eine Expertin.
Zum Beitrag: 20min.

FDP-Umfrage zeigt: Mehrheit will ein Pestizid-Verbot

5. Mai 2019: Für gewöhnlich scheut die FDP Verbote wie der Teufel das Weihwasser. Umso überraschender ist, was die Basisbefragung zur Umwelt- und Klimapolitik ans Licht bringt: Eine klare Mehrheit spricht sich darin für ein Verbot von Pestiziden in der Lebensmittelproduktion aus.
Zum Beitrag: Aargauer Zeitung

Resistenter Horror-Hefepilz verbreitet sich rasant

25. April 2019: Betroffen sind Spitäler und Pflegeheime weltweit – auch in der Schweiz. Die tödliche Gefahr wird heruntergespielt.
Im Verdacht stehen neue Fungizide in der Landwirtschaft.
Warum plötzlich die Bildung dieser Resistenzen? Es gibt verschiedene Theorien, wie sich Candida auris so plötzlich ausbreiten und resistent werden konnte. Der holländische Mikrobiologe Jacques Meis, der seit Jahren zu diesem Thema forscht, erklärt, die resistenten Pilze hätten sich wegen des grossflächigen Einsatzes von Fungiziden auf Kulturpflanzen entwickelt. Im Verdacht stehen namentlich Azole, die in den Neunzigerjahren auf dem Markt kamen und im Jahr 2013 ein Drittel aller in der Landwirtschaft verkauften Antipilzmittel ausmachten.
Zum Beitrag: infosperber

Sorge um Pestizidrückstände im Trinkwasser

24. April 2019: Messungen des Interkantonalen Labors zeigen, dass rund die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner des Kantons Schaffhausens Trinkwasser mit Pestizidrückständen konsumiert.
Zum Beitrag: Schaffhauser Nachrichten

Biomüll der Klasse 1 – das Wegwerfprodukt Gemüse

25. April 2019: Erschreckend: Von 100 Kilogramm in Österreich angebautem Gemüse kommt gerade einmal ein Drittel auf den Teller, schätzen Fachleute. Der Rest landet im Mistkübel. „Am Schauplatz“-Reporter Alfred Schwarzenberger dokumentiert in seiner Reportage die Reibungsverluste des österreichischen Gemüses von der Ernte bis zum Kühlschrank. Hinweis: Doku ist nur bis am 1. Mai zu sehen!
Zum Beitrag: Am Schauplatz

Bio als Treiber für eine nachhaltige Landwirtschaft

24. April 2019: Ein Forscher der ETH empfiehlt, sich vermehrt auf die Politik zu konzentrieren statt auf Vor- und Nachteile einzelner Produktionsmethoden.
Wenn wir den Verlust an Biodiversität und fruchtbare Böden stoppen und Erosion und Gewässerverschmutzung reduzieren wollen, dann muss sich die Landwirtschaft künftig grundlegend verändern. Sonst werden wir auch die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen von denen viele direkt mit der Landwirtschaft zu tun haben, nie erreichen.
Zum Zukunftsblog: ETH

NDM1, MCR1 und woran wir alle draufgehen könnten

14. April 2019: Antibiotikaresistenzen sind eine Gefahr für die Menschheit wie Terrorismus und Klimawandel. Gehandelt wird dennoch zögerlich.
In der Schweiz sterben laut dem Schweizerischen Zentrum für Antibiotikaresistenzen (Anresis) jährlich fast 300 Menschen wegen antibiotikaresistenter Bakterien, europaweit sind es geschätzt 33’000, weltweit ungefähr 700’000 Menschen (OECD). Bis 2050 könnten es zehn Millionen sein.
Zum Bericht: infosperber

Der Kampf ums Wasser hat begonnen!

10. April 2019: Der Bauernverband des Kantons Aargau hat eine Resolution verabschiedet, welche die Bewässerungsmöglichkeiten im Kanton sicherstellen soll. Der Verband möchte künftig die Grundwasserreserven für die Bewässerung in Trockenzeiten nutzen.
Was dem Trinkwasserverband aber sauer aufstösst, ist die Formulierung «Im Gegenzug werden die Bauernfamilien dafür sorgen, dass die Schutzzonen in den Grundwasserfassungen so bewirtschaftet werden, dass die Wasserqualität weiterhin von höchster Qualität ist.» Der Bauernverband Aargau scheint etwas Wesentliches falsch verstanden zu haben: Die Gewässerschutzgesetzgebung mit dem generellen Verschmutzungsverbot (Art 6.) ist kein «Nice-to-have» – bereits heute sind alle verpflichtet, sie einzuhalten. Gesetze und deren Einhaltung sind schlicht nicht verhandelbar!
Zum Bericht: AQUA & GAS

22 Kantone ignorieren Insektizid-Verbot

7. April 2019: Waldspaziergang? Vergiftungsgefahr! Eine Fachzeitschrift fand heraus: Nicht nur auf Feldern, auch im Wald werden Umweltgifte versprüht.
Generell wird der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Wald vom Gesetz nicht erlaubt. Dennoch bewilligten 22 der 25 kantonalen Forstämter teilweise sogar denjenigen von explizit verbotenen Mitteln.
Zum Bericht: Blick

Bio-Felder sind mit Pestiziden verseucht

6. April 2019: Eine neue Studie zeigt, dass 93 Prozent der Bio-Äcker mit Pflanzengiften von benachbarten Feldern kontaminiert sind.
Bäche im Landwirtschaftsgebiet sind stark mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Das meldete der Bund Anfang Woche. Nun folgt die nächste schlechte Nachricht: Auch in den Böden von biologisch bebauten Äckern und ökologischen Ausgleichsflächen finden sich Pestizide, genau wie in Pflanzen und Samen. Das zeigt eine Studie der Uni Neuenburg, die soeben im «Journal of Applied Ecology» publiziert worden ist.
Zum Bericht: Vision Landwirtschaft

SVP-Rösti will mit Schweizer Tierprodukten das Klima retten – doch er irrt

2. April 2019: SVP-Präsident Albert Rösti sieht in der regionalen Viehwirtschaft den Schlüssel im Kampf gegen den Klimawandel. Ökobilanz-Studien zeigen indes: Vieh- und Milchprodukte aus dem Inland schädigen das Klima weit mehr als Pflanzenprodukte aus dem Ausland.
Zum Bericht: Watson

Bund erwägt Verbot für Rüben-Pestizid

3. April 2019: Das Pflanzenschutzmittel Chloridazon verschwindet wohl auch vom Schweizer Markt. Das löst das Pestizidproblem aber keineswegs.
Das Ende war nahezu geräuschlos: Die Zulassung für Chloridazon ist in der EU am 31. Dezember 2018 ausgelaufen. Kein Chemiekonzern hat einen Antrag auf eine Neubewertung des Pestizids gestellt. Nun muss der Handel bis Ende Juni seine Restbestände verkaufen. Ein Jahr mehr Zeit haben die Landwirte, um ihre Vorräte zu tilgen. Was übrig bleibt, ist entsorgungspflichtig.
Zum Bericht: Tagesanzeiger

Warum die Wertschöpfung in der Landwirtschaft so gering ist

3. April 2019: Nicht die geringe Produktivität oder die hohen Produzentenpreise sind das Problem der Schweizer Landwirtschaft, sondern die geringe Wertschöpfung auf dem Bauernhof.
Zum Bericht: NZZ Gastkommentar

Zu viele Pflanzenschutzmittel in kleinen Bächen

2. April 2019: Zwei Studien der Eawag und des Oekotoxzentrums zeigen erneut, dass Gewässer in landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebieten stark mit Pflanzenschutzmitteln belastet sind. Die Konzentrationen einzelner Stoffe stellen über Monate hinweg ein Risiko für chronische Schäden dar und liegen längere Zeit über Werten, ab denen für Pflanzen und Tiere im Wasser ein akut toxisches Risiko besteht. In den meisten Proben wurden 30 oder mehr verschiedene Wirkstoffe gemessen. Untersuchungen der Artenvielfalt in den Bächen und Biotests bestätigen die Gefahr, welche von diesen Stoffgemischen ausgeht.
Zum Bericht: Eawag

Pestizide – Gefahr in der Luft

27. März 2019: Der Wind trägt Pestizide weit weg von Äckern und Gärten. Mit fatalen Folgen für Insekten, Menschen und Natur. Das zeigen neue Studien. Jetzt muss sich der Bundesrat damit befassen.
Zum Bericht: Beobachter

Strengere Massnahmen für Baldeggersee gefordert

19. März 2019: Eine am Dienstag veröffentlichte Studie zeigt: Der See muss noch Jahrzehnte künstlich belüftet werden. Nun streben der zuständige Gemeindeverband und der Kanton strengere Phosphor-Regelungen an – die Bauern wollen Hand bieten.
Zum Bericht: Luzerner Zeitung

Milch – Ein teurer Schluck

14. März 2019: Wie es die Bauernlobby schafft, dass wir Schweizer glauben, Milch sei unser Lebenselixier.
Zum Bericht: DIE ZEIT

Wie die Milliarden für die Landwirtschaft verpuffen

6. März 2019: Trotz rekordhoher staatlicher Stützung verfehlt die Agrarpolitik laut einer Erhebung nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche und soziale Ziele.
Zum Bericht: NZZ

Ein Fahrplan im Sinne der Bauern

6. März 2019: Das Volk wird über die Trinkwasserinitiative abstimmen, ohne zu wissen, ob der Bund das Pestizidproblem ernsthaft angeht. So sieht es die Planung des Bundesrates.
Zum Bericht: Tagesanzeiger

Landwirtschaft beeinträchtigt Kleinwasserlebewesen mehr als Abwässer

4. März 2019: Substanzen aus der Landwirtschaft beeinflussen das Leben in Flüssen und Bächen. Geklärtes Abwasser hingegen spielt bei der Artenzusammensetzung von Kleinlebewesen eine geringere Rolle. Das zeigt eine neue Studie eines interdisziplinären Teams der Eawag.
Zum Bericht: EAWAG

Wählerische Konsumenten – Der hohe Preis der perfekten Kartoffel

25. Februar 2019: Die Schweiz leistet es sich, genussfähige Speisekartoffeln im Wert von 25 Millionen Franken an Kühe zu verfüttern.
Zum Bericht: SRF ECO

9. Berner Wassertag 2019
Mikroverunreinigungen – Herausforderungen und Lösungsansätze

Donnerstag, 21. März 2019, 13.30–18.30 h, Stade de Suisse, Bern: Am 21. März 2019 führt die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern zum neunten Mal den Berner Wassertag durch. Es ist die wichtigste Veranstaltung der Wasserwirtschaft im Kanton Bern. Der diesjährige Wassertag widmet sich dem Thema Mikroverunreinigungen. Rückstände von organischen Chemikalien in unseren Flüssen und Seen können sich nachteilig auf Wasserlebewesen und Trinkwasserressourcen auswirken. Für den Kanton Bern hat der Schutz seiner Gewässer hohe Priorität. Am Wassertag werden deshalb die Herausforderungen in Zusammenhang mit Mikroverunreinigungen, aber auch die Lösungsansätze aufgezeigt.
Mehr Info

Glyphosat-Einsatz in der Schweiz ist rückläufig

4. Februar 2019: In der Schweiz werden immer weniger Pflanzenschutzmittel verkauft. Dies geht aus einer Statistik des Bundesamtes für Landwirtschaft hervor. Besonders stark zurückgegangen sind die Verkäufe des umstrittenen Unkrautbekämpfungsmittels Glyphosat.
Zum Bericht: SRF Echo der Zeit

Trinkwasser wird zum Politikum

24. Januar 2019: Trinkwasser sprudelt aus dem Hahn, ohne dass sich jemand gross Gedanken darüber macht. Doch dieses Jahr wird das Trinkwasser zum Politikum. Eine Volksinitiative will das Wasser besser schützen und dafür die Schweizer Landwirtschaftspolitik gründlich umpflügen.
Zum Bericht: SRF Echo der Zeit

1 Million Schweizer trinkt Wasser aus «gefährdeten» Quellen

23. Januar 2019: Das Bundesamt für Umwelt warnt vor verschmutztem Grundwasser. Schuld sind sich ausbreitende Siedlungen und die Landwirtschaft.
Zum Bericht: Tagesanzeiger

Glyphosat-Studie: Neue Plagiats-Vorwürfe

15. Januar 2019: Bei seiner Bewertung des Unkrautvernichters soll das zuständige Institut noch viel mehr von Monsanto abgeschrieben haben, als bisher angenommen wurde. Das ergab eine heute veröffentlichte Plagiats-Prüfung.
Zum Beitrag: Addendum

Bund soll «schädliche Subventionen» abschaffen

3. Januar 2019: Die Finanzkontrolle und Parlamentarier fordern: Was in der Landwirtschaft nicht nachhaltig ist, gehört nicht unterstützt. Der Bauernverband ist alarmiert. Eine Abstimmung ohne Konsequenzen: So argumentierten Kritiker, als das Stimmvolk im Herbst 2017 über die Vorlage…
Zum Beitrag: Tagesanzeiger

Frankreich erhöht Abgaben auf Pestizide

2. Januar 2019: Während die Schweizer Agrarpolitik sich weiterhin weigert, Abgaben auf Pflanzenschutzmittel zu erheben und sie sogar weitgehend von der Mehrwertsteuerpflicht verschont, handelt Frankreich. Die Nationalversammlung hat in der vergangenen Woche beschlossen, die „Verschmutzungsabgabe für Pflanzenschutzmittel“ zum 1. Januar 2019 massgeblich zu erhöhen.
Zum Beitrag: VisionLandwirtschaft

Mehr Trinkwasserschutz, aber keine Revolution

29. Dezember 2018: Die Trinkwasserinitiative will die Landwirtschaft umpflügen. Der Bundesrat verzichtet auf einen Gegenvorschlag.
Unterschätzen will Ständerat Roberto Zanetti die Initiantin der Trinkwasserinitiative nicht. Im Gegenteil. «Sie ist wie Armin Capaul», sagt der Solothurner SP-Politiker über Franziska Herren aus dem bernischen Wiedlisbach. Bei den Leuten komme sie sehr gut an, und ihr Anliegen treffe wie Capauls Hornkuhinitiative einen Nerv, sagt Zanetti.
Zum Beitrag: Tagesanzeiger

Bundesrat beantragt Ablehnung der «Trinkwasserinitiative»

14. Dezember 2018: Der Bundesrat beantragt dem Parlament, die Trinkwasserinitiative ohne Gegenvorschlag abzulehnen. Dies entschied er am 14. Dezember 2018. Die Volksinitiative nimmt zwar berechtigte Anliegen auf, die jedoch bereits mit den heutigen agrarpolitischen Massnahmen angestrebt werden und im Rahmen der Agrarpolitik ab 2022 verstärkt und ergänzt werden sollen. Eine Annahme der Initiative hätte weitreichende, schädliche Folgen für die Schweizer Landwirtschaft und die Ernährungssicherheit.
Zum Beitrag: Medienmitteilung / Botschaft Bundesrat

Gülle-Problematik: Vorlage des Bundes schürt in Luzern Unsicherheit

13. Dezember 2018: Landwirte sollen weniger Dünger pro Hektare auf ihren Feldern aufbringen dürfen, fordert der Bund. Wie stark wäre Luzern als tierintensiver Kanton davon betroffen? Die Frage bringt gar Experten zum Rätseln.
Zum Beitrag:  LuzernerZeitung

Luzerner Bauern sollen umweltfreundlicher handeln

7. Dezember 2018: 30 Prozent aller Schweine in der Schweiz leben in Luzern, in der Region wird viel Landwirtschaft betrieben. Eine hohe Verantwortung für die hiesigen Bauern. Der Regierungsrat fordert nun, dass die Bauernhöfe umweltfreundlicher betrieben werden.
Zum Beitrag:  LuzernerZeitung

Hohes Interesse an herbizidfreiem Getreide-Anbau

23. November 2018: Ex-„Gipfelikönig“ Fredy Hiestand stellt die Getreideproduktion auf „pestizidfrei“ um und die IP-Bauern sprechen gut an. Die per Mail gesuchten Produzenten waren innert Kürze gefunden. Auch die Migros-Grossbäckerei Jowa ist interessiert.
Zum Beitrag: Bauernzeitung

Fehlerhafte Zulassungsstudie – Pestizid könnte Ungeborene gefährden

20. November 2018: Chlorpyrifos wird in der Landwirtschaft und Schweizer Gärten eingesetzt. Eine neue Studie warnt vor Gehirnschäden.
Das Insektizid mit dem Wirkstoff Chlorpyrifos steht im Verdacht, bei Ungeborenen die Gehirnentwicklung zu beeinträchtigen. Offenbar wurde bei der Zulassungsstudie unsorgfältig gearbeitet, wie unabhängige Wissenschaftler herausgefunden haben.
Zum Beitrag: Rendez-vous SRF1

AP22+ als Indirekter Gegenvorschlag zur Trinkwasser-Initiative

15. November 2018: Die AP22+ enthält auch ein Massnahmenpaket, mit dem zentrale Anliegen der Trinkwasserinitiative angemessen berücksichtigt werden sollen. Insbesondere soll die maximal erlaubte Hofdüngerausbringung pro Fläche gemäss Gewässerschutzgesetz reduziert werden. Im ökologischen Leistungsnachweis sollen Pflanzenschutzmittel mit erhöhtem Umweltrisiko nicht mehr angewendet werden dürfen und der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel soll verstärkt mit Beiträgen gefördert werden. Bei Bedarf sollen Bund und Kantone die Anforderungen regional gezielt verschärfen können.
Zum Beitrag:  BLW-AP22+

Mehr Nachrichten

Bitte teilen: